Wirtschaften der Zukunft

Wirtschaften der Zukunft

Arena der Blickwinkel

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Wirtschaften der Zukunft.

Dieser Podcast ist als Wegweiser für wirtschaftliche Themen zu sehen, die zukünftig entscheidend sind.

Mein Fokus liegt dabei auf den unterschiedlichsten Blickwinkeln mit den verschiedensten Gästen, die ich begrüßen darf.

Ich bin Bridge Lorenzen und heiße euch herzlich willkommen.

Seid mein Gast in der heutigen Folge.

In dem heutigen Podcast geht es um das Wirtschaften der Zukunft im Baugewerbe.

Auf der Schiene, unter der Schiene, um die Schiene herum.

Liebe Erika, warum sollten unsere Zuhörerinnen und Zuhörer sich diesen Podcast anhören?

Wir sind in einem Bereich tätig, der nachhaltig, werteorientiert ist und vor allen Dingen auch die Infrastruktur von morgen baut.

So, und wie das aussieht, bleibt neugierig und gespannt und hört rein.

Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, heute geht das beim Wirtschaften der Zuhörer Zukunft ins Baugewerbe.

Wow.

Liebe Erika, ich freue mich total, dass wir beiden uns austauschen.

Nicht nur, was Frauen im Bauhandwerk sozusagen alles auf den Weg bringen, sondern warum das Wirtschaften der Zukunft in eurer Branche so wunderbar zu verankern ist.

Aber bevor wir damit in medias res gehen, wer bist du eigentlich?

Magst du dich unseren Zuhörerinnen und Zuhörern einfach mal kurz vorstellen?

Ja, sehr gerne, brit.

Schön, dass du da bist und mich besuchen kommst.

Mein Name ist Erika Kühner.

Ich ich bin 44 Jahre alt, bin Geschäftsführerin wie auch Gesellschafterin bei der Harp Klostermann Baugesellschaft mbh hier in Hamm.

Ich bin die vierte Generation hier im Unternehmen.

Mein Urgroßvater Heinrich Klostermann hat das Unternehmen gegründet vor 100 Jahren und ich bin Kauffrau.

Das heißt, ich habe hier als kaufmännische Geschäftsführerin die kaufmännischen Geschicke des Unternehmens zu leiten und zu entwickeln.

Und ich freue mich, heute mit dir hier zu sein.

Und ich freue mich total, dass wir diesen wunderbaren Dialog führen.

Eine Frage.

Jetzt musst du denken Mensch Britney, aber das möchte ich doch gerne.

Kannst du unsere Zuhörerinnen und Zuhörer kurz abholen?

Wo liegt Hamm für uns?

Nicht jetzt aus dem dortmunder Raum, sage ja Mensch, klar, gar keine Frage.

Aber dass du uns vielleicht geografisch ein bisschen ein nicht Norden, aber einholen kannst.

Und ihr seid ja nicht nur hier.

Wie viele Leute insgesamt sind bei euch im Unternehmen beschäftigt und an welchem Standort?

Also drei Fragen auf einmal, aber du schaffst das.

Ich schaffe das.

Also wir kennen uns ja tatsächlich durch DIHK, Dortmund, Kreis Unna und Hamm, weil wir also regional verbunden sind.

Und Hamm liegt am kamener Kreuz, also zwischen der A und der a.

Und wir sind ja Hamm Westfalen.

Und die meisten, wenn ich denen sage, ich komme aus Hamm, sagen oh ja, ich bin schon mit dem ICE durch euren Bahnhof gefahren oder hängengeblieben.

Ja, genau.

Also Hamm, bekannt für die Eisenbahn, um die 45 Minuten weit weg Richtung der östlichen Spur an der A zwei Richtung Berlin.

Und da kann ich dann auch direkt den Überschlag zu deiner nächsten Frage auch beantworten, denn wir haben 240 Mitarbeiter rund hier im Unternehmen, wovon 180 in der Hauptniederlassung in Hamm sitzen, dem Gründungsstandort und um die 60 Mitarbeiter in unserer Zweitniederlassung in Oranienburg, die sitzt in Velten, das ist also nordwestlich von Berlin.

Warum Oranienburg?

Weil als die Mauer gefallen ist, ist Oranienburg die Partnerstadt von Hamm geworden.

Und so war dann die Verbindung in Oranienburg direkt den zweitausendein zweiten Standort zu gründen.

Wie schön.

Da ist ja schon eine Geschichte wieder dahinter, wo du Menschen miteinander nicht nur unternehmenstechnisch zusammenbringst, sondern auch die Regionen, die Städte damit vereinst und Brücken baust.

Du hast eingangs gesagt, dass du einem Bauunternehmen vorstehst, aber ihr baut nicht irgendwas brauchen auch nicht, um den Versprecher wieder gerade zu möbeln, sondern ihr habt euch eine ganz spezielle Sparte ausgesucht.

Was genau macht ihr da?

Ja, genau.

Also wir sind eigentlich schon, mein Urgroßvater sowieso, seit über 100 Jahren für die Bahn in Arbeit.

Ich sag's mal so salopp.

Wir sind also vornehmlich für die deutsche Bahn im Eisenbahnbau tätig.

Das heißt, wir bauen Brücken, Gleisanlagen, Bahnsteige, Signalausleger, machen die Erdungsarbeiten, machen die Schienenschweissen.

Also wir sind so wirklich dann auch noch mit unseren beiden Beteiligungsfirmen von Großgeräten sind wir als Generalunternehmer auch tätig und decken somit alle Leistungsbereiche ab und bieten der Bahnlösung aus Ÿousand seine Hand.

Wahnsinn.

Und unter anderem, ich glaube, da habe ich mich mal einen ganz tollen Bericht von euch gesehen, reinigt ihr auch, glaube ich, Gleisbetten, wo die Schienen hochgehoben werden.

Genau.

Die Steine gewaschen.

Das war für mich.

Also ich bin jetzt gerade Sendung mit der Maus Prinzip.

Ja, ja, aber wir waren ja tatsächlich bei Sendung mit der Maus.

Nein, das ist einer unserer Beteiligungsgesellschaften, wo wir uns als Firmen zusammengetan haben, als Mittelständler, um diese großen, wie es ja so schön heißt bei uns in der Industrie, gelben Vögel zu kaufen.

Und einer der Leistungen der MGW in Berlin ist tatsächlich die Reinigung des Schotters vorzunehmen, wie aber auch ja Krane, gleisbefahrbare Krane anzubieten und die Hebeleistung somit für dritte auszuführen.

Das klingt jetzt total einfach, wenn du das so beschreibst.

Kannst du eine ungefähre Dimension mal geben?

Was ist das für ein Fahrzeug?

Ist das ein Fahrzeug?

Ja, ja, das ist ein gleisbefahrbares Gerät, selbstfahrend.

Wenn die Maschine unsere er voll mit allen Wagen hinten anhängt, dann ist die schon 500 m lang.

Boah, wie krass ist das denn?

Ich gebe euch den Tipp, guckt euch das bei Sendung mit der Maus mal an.

Welches Stichwort muss man da eingeben, um euren Beitrag zu finden?

Gleisbett Reinigungsmaschine.

Das ist ein schöner Zungenbrecher für ganz andere Themen.

Aber es wird einem da wirklich ganz einfach vermittelt, was eigentlich passiert und warum eine solche Maschine eingesetzt werden muss, um auch den Schotter wieder kantig zu machen, damit wir alle sicher über das Gleis kommen.

Wie cool ist das?

Liebe Erika, wenn du Wirtschaften der Zukunft hörst, ihr seid, du hast es eingangs gesagt, 100 Jahre jung, 100 Jahre alt, also eine Familientraditionen anbei.

Was geht dir sofort spontan durch den Kopf, jetzt nicht unbedingt die nächsten 100 Jahre auch hier auf dem Markt existent zu sein, sondern was sind so Schlagworte, wo du sagst, das verbinde ich sofort mit dem Wirtschaften der Zukunft und unserem Unternehmen?

Ich glaube, das erste Stichwort wäre auf jeden Fall das Thema Nachhaltigkeit.

Warum?

Weil wir natürlich tatsächlich ja den Sektor positiv beeinflussen, der zur größten und schnellsten Klimaneutralität mit in Deutschland führen wird.

Die Eisenbahn ist ja wirklich ganz immens wichtig für die Klimaneutralität und durch unsere Expertise unterstützen wir das natürlich konkret.

Wie, was macht ihr da oder wo denkt ihr weiter?

Wo passt ihr Prozesse an?

Mit wem seid ihr da auch im Gespräch?

Gewährst du uns da so einen kleinen Blick hinter die Kulissen von euch?

Naja, also einfach, ich sag mal im ganz einfachen wir bauen die Gleise, Weichen, Bahnsteige und Brücken der Zukunft, um das Gleisnetz sicher zu halten und weiter auszubauen.

Ich denke aber auch sicherlich in der Industrie ist es ja so, dass wir besondere Qualifikationen mitbringen müssen, dürfen, um für die deutsche Bahn auch arbeiten zu dürfen.

Das heißt so durch die Hürden, die wir als Lieferanten erfüllen müssen, machen wir gewisse Sachen ja natürlich auch gut und besser potenziell als andere und machen aber unsere Lieferanten dann auch wieder gut und besser.

Und ich glaube schon, dass wenn man diese ganze Wertschöpfungskette betrachtet, dass es natürlich ein gutes System ist.

Und dazu gehört natürlich auch das Thema Nachhaltigkeit.

Also seit mehreren Jahren geben wir bereits Nachhaltigkeitsbewertungen ab.

Das ist inzwischen auch verpflichtend mit einer gewissen Hürde, um als Lieferant tätig sein zu dürfen.

Wir stehen allerdings auch dahinter als Unternehmen, auch wenn ich dann mal auf die andere Seite schlage, es natürlich einmal auch schwierig gemacht wird, als Bauunternehmen mit unseren branchenspezifischen Faktoren sind wir erstmal in der Nachhaltigkeitsbewertung sehr schlecht eingestuft, weil unsere Co Werte natürlich extrem hoch sind.

Aufgrund unserer Maschinen schreiben wir aber viele Jahre ab, weil sie über viele Jahre nutzbar sind.

Die entsprechen aber natürlich nicht mehr unbedingt den Vorgaben, wie sie sein sollten.

Natürlich haben wir vieles nachgerüstet, Partikelminderungsfiltern und alle neuen Geräte sind dann neuen Vorgaben.

Nur dadurch kriege ich meine Co Bilanz im Unternehmen nicht bereinigt.

Dafür bräuchte ich E Geräte, elektronische Geräte, aber die müssen natürlich auch eine gesamte Schicht Ÿousand von 8 Stunden laufen.

Und das ist definitiv die größte Herausforderung, weil wenn das Gleis gesperrt wird für eine Sperrpause, wie das so schön heißt, dann habe ich nicht Zeit, mal eben kurz mich irgendwo an den Stecker zu stecken und das Gerät aufzuladen über 5 Stunden, 6 Stunden.

Und wir kriegen das natürlich auch nicht mal so eben hin, ein zweites Gerät zu stellen, um, ich sag mal, eine Batterie zu wechseln, wie es in Holland ist.

Weil dafür muss es natürlich auch sein, dass man das auch entsprechend bezahlt bekommt.

Und so ist der Wettbewerb hier in Deutschland nicht aufgestellt.

Nächste Frage nicht, aber die Frage, die mir da sofort durch den Kopf geht, ist neue Werkstoffe, neue Materialien, wir reden über Nachhaltigkeit.

Wo denkt ihr, wie weiter seid ihr da mit Hochschulen beispielsweise im Gespräch oder wo sagt ihr für Mensch, wir bauen.

Wir sind durch unsere Ausschreibung, die wir bekommen, sehr stark eingegrenzt.

Wir kriegen die Vorgaben, welche Materialien wir einzubauen haben, teilweise auch mit der Vorgabe, von welchem Lieferanten das kommt oder vergleichbar.

Das heißt, wenn ich eine gewisse Betonsorte einbauen soll, kann ich nicht sagen, ja und ich baue jetzt die nachhaltige Sorte ein der Zukunft, die es inzwischen schon gibt.

Die sind aber in Deutschland tatsächlich für unser Gewerk noch nicht freigegeben.

Wir sind aber im Fluss in Deutschland.

Ja, wir sind im Fluss.

Wir gucken in die Schweiz, wo das schon gang und gäbe gibt.

Es gibt auch schon Pilotprojekte in Deutschland.

Das kommt aber, da sind wir natürlich Bereich des Schotters schon auf einem besseren Weg.

Da gibt es Recycling Schotter, der auch schon wieder eingebaut werden kann.

Und natürlich haben wir unsere tollen Maschinen, wo wir auch sagen, Mensch, wir recyceln euch den Schotter direkt vor Ort.

Wie cool, dass du den sofort wieder einsetzen kannst.

Also am Ende der 500 m, um.

Jetzt mal kurz oder halt mehr km.

Also zum Teil ist es so, dass du aber den Unterboden bzw.

Den Schotter nicht mehr retten kannst, dann musst du ihn ausbauen.

Aber dann kommt es auf die Vorgabe drauf an, was wieder eingebaut werden soll, ob es neu sein soll oder Recycling Shotter, wobei der Trend auch dort immer zu den Recycling geht.

Ich würde trotzdem gerne noch mal nachhaken mit dem arbeitet oder kooperiert ihr mit Hochschulen oder kommt man auf euch zu, weil ihr eben in einem so spannenden Umfeld auch arbeitet, dass man sagt, Mensch, welche Erfahrungen habt ihr, die uns helfen, manche Prozesse vielleicht auch weiterzuentwickeln?

Oder seid ihr da gar kein Partner aktuell?

Nein, in dem Moment sind wir kein Partner.

Das wird maßgeblich über unseren Hauptauftraggeber gesprochen.

Und damit dient ja wunderbar.

Aber ihr seid ja nun die Umsetzer dafür, welche Wege gegangen werden können.

Das heißt, natürlich gibt es einige Unternehmen auch in unserem Segment, die sind aber maßgeblich dann auch größer, die ihre eigenen Innovationen patentieren lassen.

Und wir haben auch einen Deckel einer Brücke geschützt.

Das sind aber halt größere Schritte, um das dann auch in der Form mit neu produzierten Materialien, ich sag mal, ein System einzubauen, sei es ein System Bahnsteig und das auch durch das Eisenbahnbundesamt und alle notwendigen bürokratischen Hürden am deutschen Markt durchzubringen, das zu machen.

Dafür sind wir halt als Unternehmen zu klein.

Ihr seid ja noch nicht mal klein.

Du hast gerade zwei Länder genannt, und zwar die Niederlande und die Schweiz.

Wo können wir, ich will nicht sagen von denen lernen, aber gibt es da, wenn es ums Wirtschaften der Zukunft geht, ich möchte nicht sagen Vorreiter, aber wo ihr sagt, Mensch, das wäre gar nicht so uncool, wenn man das bei uns hier in Deutschland auch schon praktizieren könnte, mit den Augen stehlen möchte ich das mal nennen.

Ja, ich glaube definitiv, das, was ich gerade schon gesagt habe, die Brücken, die die vor Ort auch schon bauen, konventionellen Beton, wenn ich das mal so salopp sage, ersetzen, wodurch auch viel mehr Maße halt eingebaut werden muss.

Das ist schon ganz interessant, wie man das auch sieht, mit welcher Einfachheit und Zielgerichtetheit die Schweiz das umsetzt.

Natürlich, selbstverständlich.

Die sind auch deutlich kleiner.

Ja, die sind halt schon seit jeher anders aufgestellt als Land.

Ich glaube auch gar nicht, dass es bei uns in Deutschland möglich wäre, per Volksentscheid gewisse Sachen zweitausendein für die Gemeinheit, für die Gesamtheit zu entscheiden, was ja bei denen auch mit den pro Kopf Ausgaben sozusagen für die Bahn vor Ort ja dann auch beispielsweise besetzt ist.

Kann man natürlich auch verstehen, fahre ich unten durch den Berg durch, ist natürlich für jedermann einfacher, als wenn ich erstmal oben drüber passe und dann kommt auch noch der Winter.

Also da sind ja ganz andere Voraussetzungen.

Deshalb ist es immer schwierig, das eine mit dem anderen zu vergleichen.

Ich glaube schon, ein Thema ist die Zielgerichtetheit.

Ich will nicht sagen, dass hier nicht zielgerichtet ist.

Aber wir bauen uns in Deutschland auch immer unsere eigene Schwere und unsere eigenen Hürden ein, um alles irgendwie nochmal komplizierter zu machen, als es potenziell sein muss.

Darüber hinaus ist in Holland sicherlich auch ein ganz interessantes Thema, dass wenn dort etwas für die holländische Eisenbahn gebaut werden soll, ist im Submissionsverfahren zweitausendein, wie es bei uns ist, der Mindestbietende rausgeschmissen wird.

Ach krass.

Und ich habe jetzt gerade gehört, wie diplomatisch Erika das gerade nicht umschifft hat, aber beschrieben hat.

Und damit erlebt ihr gerade einen wunderbaren Menschen, weil wenn ihr Erika jetzt sehen könntet, und das tue ich nämlich, während ich diese wunderbare Aufnahme hier mit dir mache, muss ich im positiven Sinne schmunzeln, weil ich eine ganz tolle Frau hier sitzen habe.

Und diese Diplomatie, ich glaube, die braucht es auch, oder?

Nicht nur in eurem Gewerbe, sondern ich möchte jetzt gar nicht das Klischee Frau im Bau bedienen und doch dich fragen, weil in eurer Bäume bist du eigentlich eine der wenigen, die ein solches Unternehmen so erfolgreich in der Bundesrepublik führt.

Also es gibt auch schon andere Frauen in meiner Position, die jetzt nicht nur Gesellschafter, also Inhaber sind, sondern auch die Geschicke des Unternehmens auch mitleiten.

Aber es ist sicherlich schon so, dass wir in der Minderheit sind.

Und ich glaube, das ist aber auch klassisch, was man auch an anderer Stelle in Deutschland sieht.

Die Söhne wollen es nicht, die Töchter kommen also durch.

Und ich glaube, das Wichtige ist, dass wir halt so modern sind, dass auch gerade die Eltern, schrägstrich der Vater ja meistens es ja inzwischen auch zulassen.

Und bei mir war das damals so, dass mein Urgroßvater mit einer Tochter, Einzelkind, ja schon sehr früh, also vor 100 Jahren, ja schon daran geglaubt hat, dass Frauen das können.

Von daher, das ist schon was Feines.

Das macht auch Spaß.

Sicherlich.

Ich glaube, das ist ja so, ich bin jetzt seit, oh man, ich muss mal meine Mathematik machen, 13 Jahren Geschäftsführerin hier und auch vorher und damit auch.

Im Verhältnis Junggeschäftsführerin geworden.

Noch nicht zwei und dreiigste.

Genau.

Sicherlich kann man sich das vorstellen, du siehst mich ja jetzt, das tun andere nicht, dass ich vielleicht auch in der Position erstmal verkannt wurde, oder Leute bewerten ja sofort, wenn die einen sehen.

Und dass ich glaube, das Wichtigste ist, dass man diesen Moment ja auch dann für sich nutzt.

Man kann sagen, hat das nicht aber auch Scham?

Nicht, dass man die Leute auflaufen lässt, sondern dass man den erklärt, Kompetenz.

Also ich musste gerade so ein bisschen stocken oder schmunzeln, als du sagtest, die Söhne wollen nicht.

Und deshalb haben die Töchter die Möglichkeit durchzubrechen oder zu zeigen, dass sie mindestens genauso gut für diese, ja doch, ich sag mal, jede Geschäftsführerposition ist eine herausfordernde Position, damit die Möglichkeit bekommt, zu zeigen, was sie können.

Bist du manchmal gerne, ich will nicht sagen underdog, aber bist du gerne jemand, der unterm Radar fliegt und einfach gute Arbeit made in germany machst oder sagst, warum muss ich hier eigentlich kämpfen?

Musst du kämpfen?

Sicherlich.

Also zu Beginn musste ich sicherlich kämpfen.

Ich glaube sicherlich, und das wird auch jede Frau in Führungspositionen sagen, als Frau Ÿousand darfst du dich, musst du dich deutlich stärker durchkämpfen, doppelt, dreifach beweisen, um als genauso kompetent angenommen zu werden.

Sicherlich bin ich jetzt an dem Stadion vorbei, Gott sei Dank.

Ja, aber ich glaube beides von dem, was du sagst, stimmt.

Natürlich muss man das Underdog auch nutzen für sich.

Also ich sag mal, ich habe Personen vor mir sitzen gehabt, die dann die Augen aus dem Kopf gesprungen sind.

Ist jetzt nicht böse gemeint, aber ach, sie sind Frau Kühner.

Wo ich dann ja, und was haben sie erwartet auf der anderen Seite?

Ich glaube, man muss da einfach extremst auch demütig mit umgehen.

Ja, also man darf da stolz drauf sein, was man auch geleistet hat.

Aber viel wichtiger ist ja, unsere Leute, die draußen an der Schippe stehen, unsere Techniker, die die Baustellen leiten, zusammen mit unserem Auftraggeber.

Ich reihe mich ganz gerne auch hinten ein, weil die an der vordersten Front, wir auch hier, die Leute, die im Einkauf und in der Verwaltung die Geschicke des Unternehmens erfolgreich meistern, denen gilt ja die große Anerkennung, dass wir nach 100 Jahren immer noch da sind, wo wir sind, als erfolgreiches Familienunternehmen in dieser speziellen und auch nicht ganz einfachen Branche des Eisenbahnbaus tätig sind.

Und da könnt ihr mehr als stolz drauf sein.

Also das ist total genial.

Und da gibt es mir eine wunderbare Überleitung zu dem Thema, was, ich will nicht sagen, manch einer, bloß nicht hinhören, so nach dem Motto, einem durch den Kopf geht, wenn es eben um die Fachkräfte geht, sowohl die Führungskräfte wie die Fachkräfte.

Wie reagiert ihr momentan oder wo sagt ihr, wie könnt ihr attraktiver Arbeitgeber sein?

Ich weiß, ihr seid ausgezeichnet worden gerade.

Wie könnt ihr Lust darauf machen, dass ihr genau das richtige Unternehmen seid, für das man arbeiten sollte?

Und ja, wie geht ihr mit dem Fachkräftebedarf um?

Ich möchte gar nicht über Mangel sprechen.

Wir sind also sehr aktiv tätig in der Akquise, in dem Verbreiten, wer wir sind, vor allen Dingen hier natürlich lokal in den einzelnen Standorten, wie aber natürlich auch in den sozialen Medien.

Das gehört ja heute mit dazu, das muss man ja sagen.

Wir gehen an Schulen, wir haben Kooperationsverträge mit Schulen, nicht nur hier in Hamm, sondern auch in der Niederlassung in Velten, in Oranienburg.

Wir gehen auf Messen, wir präsentieren uns.

Wir haben hier in Hamm eine Ausbildungsmesse, da bin ich seit dem allerersten Tag dabei und ich bin da auch jetzt immer noch teilweise mit am Stand.

Nicht nur, um die Frau auch darzustellen am Stand, sondern mir ist es auch total wichtig, auch noch in Kontakt zu bleiben.

Und ich glaube schon, dass wir ein ganz besonderes, spannendes Segment haben, denn wir bauen die Infrastruktur von morgen.

Es gibt ja nur diese eine Brücke für diese besondere Lage.

Und wenn wir so eine Brücke daneben, neben der noch in Betrieb stehenden Brücke produzieren und dann in einer Sperrpause, wo der Zug gerade nicht fährt, die alte Brücke abreißen und die neue halt einschieben, entweder wie auf dem Shuffleboard oder mit so einem Tausendfüßler mit ganz vielen kleinen Rädchen die neue Brücke einfahren und absetzen, verfüllen und die Gleise wieder drüberlegen.

Das ist ein ganz besonderer Moment, der mit so viel Stolz erfüllt ist.

Wir sind ja wirklich ein ganz konservativer, alter Bereich, aber der mit so viel Elan, Schwung, Akribie und, sag mal, ja, Herzblut auch wirklich dabei sind.

Und am Ende der Sperrpause, das verbindet halt, dass man sowas geschafft hat.

Es wird das Gleis wiederum gesperrt und wir müssen komplett neu, wir haben einen konventionellen Umbau, wir müssen komplett neu Schotter, Schwelle und Schiene neu einbauen.

Und das machst du dann in ganz kurzer Zeit, zum Teil nur ein Wochenende, wo eine Weiche dann erneuert wird oder in ein paar Wochen, je nachdem, was es für eine Maßnahme ist.

Und wenn du es halt hinkriegst und es liegt, das ist halt natürlich, erstmal sind alle extremst angestrengt, weil wir arbeiten ja rund um die Uhr, das darf man nicht verkennen.

Das sind leider auch unsere Herausforderungen im Fachkräftebereich, dass wir nicht die attraktive Arbeitszeiten haben.

Aber am Ende des Tages, was wir leisten für die deutsche Infrastruktur, die Projekte, die wir bauen, die Gemeinschaft, das kannst du nur als Team schaffen, und zwar als überliegendes Team.

Draußen und drinnen.

Drinnen und draußen.

Es gibt nur eins, wir sind alle.

Mein Spruch ist ja auch immer, auch die Geschäftsführung ist Dienstleister für die Baustelle.

Ja, also ich bin auch immer wieder gerne draußen und dabei.

Wir haben einen ganz besonderen Schlag.

Menschen sicherlich, die auch die Energie und den Zeitdruck auch mögen, aber auch extremst herzliche Menschen.

Wir sprechen auch mal ein klares Wort, alle miteinander.

Ja, das ist aber.

Aber wie schön ist es?

Das sind wir aber doch auch als Westfalen auch hier zumindest in der Hauptniederlassung.

Das ist ja auch das Schöne an den Westfalen, dass wir halt ein offenes.

Ehrliches Wort und Mensch, also wenn ihr Erika jetzt sehen könntet, wie ich es tue.

Ich muss es leider noch mal wiederholen.

Also merkt ihr, mit wie viel Herzblut diese Worte auch rauskommen und einfach strahlenden lächeln dazu.

Das ist so.

Ich würde gerne unsere unsere Zuhörerinnen und Zuhörer noch ein bisschen mehr über den Menschen Erika Hühner erfahren lassen, weil mit dieser Leidenschaft, mit der du erklärst, wie diese Wege, die die Brücken, die Bauten, die ihr erschafft mit euren Werkzeugen, aber auch mit eurer Handarbeit oder und eurer Kaufmannskraft und Lust.

Welchen Weg bist du gegangen?

Also du hast eingangs gesagt, du bist Industriekauffrau und wie?

Nee, bist du nicht.

Das habe ich dir super gut vor zugehört.

Vielleicht schlimm.

Ja, finde ich gute Kauffrau so.

Aber welche Kauffrau bist du denn?

Und wenn ja, wie viel?

Also kannst du uns kurz abholen, wie man diese Leidenschaft auch weiterentwickelt?

Natürlich.

Du bist in diese Familie reingeboren und hast wahrscheinlich schon so auf Kindesbeinen alle Hallen hier und Maschinen miterlebt.

Wieso lasst ihr das?

Ich muss gerade echt lachen, weil ich immer sage Mensch, und ich dachte, Mein Vater wollte mit mir Zeit verbringen, als er am Wochenende mit mir auf die Baustelle gefahren ist und mich hat auf der Schiene balancieren lassen.

Ich gebe mal so einen kleinen Sneak Peek.

Wenn man in unsere Jahrhundertgeschichte reinguckt, die wir in den sozialen Medien gepostet hat, sieht man mich gerade auf der Schiene in einem Bild auch balancieren, was bis jetzt noch nicht so vielen Aufgaben ist, wo ich aber gelegentlich schon mal gefragt werde.

Ja, ja, genau.

Aber ich bin schon früh quasi indoktriniert worden.

Aber wie du schon sagst, so ein Familienunternehmen.

Du hast ja die Gespräche am Essenstisch.

Also meine Schwester ist ja auch Gesellschafterin und das ist halt immer noch so.

Klar, man muss Familienthemen auch ganz klar trennen von Firmenthemen.

Aber es kommt halt auch immer wieder zusammen.

Und das ist auch schön.

Also das heißt, ich bin ja letztendlich so groß geworden.

Ich bin aber Kauffrau von Haus aus.

Also mein Vater ist Techniker.

Mein Onkel war, der ist leider letztes Jahr verstorben, Rechtsanwalt.

Der ist damals dann bei der Osterweiterung dann mit dazu gekommen, dass die Brüder das dann auch als Team geführt haben, das Unternehmen.

Vorher mein Vater alleine.

Ich habe BWL studiert, tatsächlich hier in Münster mit den Schwerpunkten Controlling und Marketing bzw.

Strategisches Management.

War dir schon klar, dass du hier das Unternehmen übernehmen zweitausendein wirst?

Ich weiß gar nicht, ob man das so sagen kann.

Ich glaube, man wird mit einer gewissen intrinsischen Energie geboren und liebevoll immer flankiert.

Mal zu der den 100 Jahres Film aufgenommen hat, hat mein Vater so einen schönen Satz gesagt, da gucke ich ihn ganz ungläubig an.

Also ich muss schon sehr früh scheinbar gewusst haben, dass ich in die Organisation und Führung eintreten könnte.

Wie cool.

Nein, also ich glaube, das könnte ich jetzt nicht wahrheitsgemäß so beantworten.

Ja, ich glaube, es ist aber auch nicht unklassisch, dass man in Familienunternehmen auch sagt, hey, geh erstmal woanders hin.

Jetzt nicht unbedingt, mach deine Fehler woanders, aber lerne und bringe auch wieder mit.

Wo bist du Berlin gegangen?

Ich habe zuerst bei Schwarzkopf Henkel gearbeitet, in Hamburg.

Tatsächlich für Haarfarbe?

Ja, das passt ja genau.

Also Friseur Haarfarbe, also klassisches BB Marketing Management im internationalen Marketing.

Das heißt, wir haben die Gesamtkonzepte.

Ich habe also meine Marke wie ein Unternehmen geführt.

Das musste ich also mit dem internationalen Projekt, mit dem Budget auch.

Und dadurch, dass ich halt Amerikanerin auch bin, meine Mutter ist Amerikanerin, habe ich auch gesagt, für mich war es ganz wichtig auch zu wissen, wo sind denn jetzt auch wirklich meine Wurzeln.

Das heißt, ich habe tatsächlich.

Bist rübergegangen?

Ja, ich habe hier alles aufgelöst.

Ich habe fast komplett alle Sachen verkauft und habe, das war 2008, also 28, oder ich bin 28 in den USA geworden.

Ich weiß nicht mehr, irgendwie.

Also Mitte 2008 bin ich dann die USA gezogen und habe dann auch wirklich gesagt, kommen, das ist jetzt wichtig, weil wenn man zwischen zwei Kulturen groß wird, und das bin ich sehr stark zwischen zwei Kulturen groß geworden.

Also für mich war es nicht klar.

Ich habe aber die Erkenntnis gewonnen, als ich ja auch drüben gewohnt habe, dass ich auch beides sein kann.

Ja, ich bin Amerikanerin, ich bin Europäerin, Deutsche sicherlich auch von der Art und Weise als Kauffrau auch.

Ich wollte schon gerade sagen, von deinem Denken her, aber das lasse ich jetzt.

Ich habe es jetzt ausgesprochen.

Und du bist nach Hamm zurückgekommen.

Ja, genau.

Und dann kam natürlich der Ruf der Familie.

Übrigens, den Ruf der Familie hat mein Vater damals auch im Ausland erreicht.

Der ist auch zurückgekommen nach Hamm.

Wobei ich halt sagen muss, als ich 18 war und gesagt habe, boah, erschiess mich, bevor ich jemals nach Hamm zurückkomme, sehe ich das inzwischen echt anders.

Ich bin auch gerne nach Hamm zurückgezogen.

Hamm ist unheimlich grün, Hamm bietet unheimlich viel.

Das verkennt man total.

Und ich glaube, dass wir hier schon sehr, sehr lebenswert sind.

Und wir haben hier einen sehr großen Stamm an Industrie, an Gewerbe und Handwerk in Hamm, weil wir halt als alter ja europaweit wichtigster Bahnhof ja vor dem zweiten Weltkrieg schon ja ein unheimlich großes Zentrum auch war.

Verschiebebahnhof Nord, Süd, Ost, West.

Das heißt, das war ein total strategischer Standort damals schon, um sich niederzulassen.

Ja.

Das heißt, Zukunft wird.

Ja und auch Zukunft, das ist ja so, das soll ja hier auch wieder ausgebaut werden, der in Hamm.

Wir haben also sehr viele Familienunternehmen hier und ich mache mal wieder den Rückschlag zu dem, was du ja vorhin gesagt hast, familienfreundliche Unternehmen.

Also die Stadt Hamm hat sich dazu entschieden, unser Oberbürgermeister zu hey, wir sind einer der familienfreundlichsten Städte in Hamm und hat halt die Initiative und aber auch das Bewertungsverfahren.

Das ist nicht jetzt hier einfach mal hey, hey, ich gebe jedem ein Zertifikat, familienfreundliche Unternehmen, zusammen auch mit dem Land NRW Ÿousand zusammen unter anderem der Stadt, der Wirtschaftsförderung und weiteren Partnern, dass die Zertifizierung, das Zertifikat, die Auszeichnung familienfreundliche Unternehmen ausgegeben.

Und da sind wir auch ganz stolz drauf, dass wir dazugehören zu den ersten Unternehmen, die als solches ausgezeichnet wurden.

Ich denke schon, als Familienunternehmen hast du auch schon die Familienfreundlichkeit ja schon von der Maßgabe hergestellt, aber genau in institutionalisieren.

Aber wir versuchen schon echt viel in dem Rahmen, wie wir es natürlich können.

Ich sage ja, was ich vorhin gesagt habe, die Arbeitszeiten, die wir natürlich draußen zu unseren Hauptarbeitszeiten innerhalb der Sperrpause für unseren Hauptauftrag Weber haben, sind nicht in aller Manier familienfreundlich.

Aber wir können es versuchen, am meisten familienfreundlich zu gestalten.

Und das tun wir und mit allen Randbedingungen, die Randbedingungen halt so zu handhaben, dass wir möglichst familienfreundlich auch sind, auch wenn Eltern, ich sag mal Eltern gesamtheitlich in Elternzeit gehen, aus der Elternzeit zurückkommen, das hier machbar zu machen.

Wir sind ansprechbar, aber ich will nicht sagen auch nur für die Elternzeit, aber wenn du dich auch um deine Eltern kümmern musst, auch Mitarbeiter, die eine Pflegeaufgabe haben, dass wir versuchen, da auch flexibel mit den Arbeitszeiten für die Periode, das dann halt auch den Mitarbeitern entgegenzukommen.

Und das wird uns schon von den Mitarbeitern natürlich auch angerechnet.

Es ist nicht selbstverständlich, als selbstverständlich angenommen wird leider.

Aber durch sowas wird ja auch einem bewusst gemacht, was man schon alles tolles tut.

Damit hältst du die Mitarbeiter, aber gewinnst auch Neues.

Und ich muss auch gestehen, dass die Personalabteilung dann auf mich zukam und gesagt hat, wir werden hier dran teilnehmen.

Hab ich dann okay.

Und dann haben die mir aufgelistet.

Das ist ja nicht, dass ich das nicht weiß.

Natürlich weiß ich das.

Aber wie du gerade sagst, ich glaube, bei uns ist so viel auch selbstverständlich.

Du fühlst es dir selber eigentlich nicht mehr so wirklich vor Augen, was wir eigentlich alles über das normale hinaus tun und anbieten.

Und die Leute beschweren sich dann.

Ich hatte mal einen Unternehmer, der sagte Frau, reinziehen, wir machen so viel, wir sind echt toll, gut und aufgestellt.

Wissen sie, man kriegt nie einen Dank.

Die Wertschätzung ist interessant.

Aber wissen sie, wenn die Leute sich melden, wir machen einmal die Woche ein Frühstück und ich gehe auf alles ein, auf Gluten, auf Laktose, auf Lieblingskäse, Lieblingswurst, Lieblingsbelag.

Wissen sie, was ich zurückkriege?

Ich höre nur dann was, wenn die Zwiebeln auf dem Mettbrötchen fehlen.

Und dann fragt man sich doch, wo geht das Ganze denn hin?

Also ist total menschlich dann in dem Moment.

Also von daher herzlichen Glückwunsch zu dieser Zertifizierung und Dankeschön.

So ein bisschen mit Blick auf die Zeit.

Wir haben zwei Stilelemente in dem Podcast Wirtschaften der Zukunft.

Das eine ist, wir haben dich jetzt gerade und dein Werdegang im Ansatz.

Und das wollen wir heute neugierig machen, dass wir mit dir das mal mit eurem Unternehmen ins Gespräch kommt, die Region noch mehr wahrnimmt und vielleicht als Kooperationspartner auch für sich gewinnt.

Und jetzt wird es persönlich die Frage nach der kleinsten Stärke.

Ÿousand.

Liebe Emil, wir wollen ja dich als Person noch ein bisschen näher kennenlernen.

Was ist denn deine kleinste Stärke?

Und das Lachen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, spricht schon wieder Bände.

Erzähl doch mal.

Mir wurde ja gesagt, ich darf nicht Ungeduld sagen.

Nein, nicht so einfach.

Also was ich sicherlich als Zielorientiertheit habe, was man als Stärke auch auslegen kann, ist dann zum Teil vielleicht am anderen Ende die fehlende Gelassenheit.

Und ich finde das so schön, wie diplomatisch du das gerade versuchst zu umschreiben, weil ich kenne Erika.

Erika, wie lange kennen wir uns jetzt?

Also über 10 Jahre.

Ach, länger.

Ja, wir kennen uns 15 Jahren, seit zwei 10.

Und genau.

Und ich kenne, wenn ich sagen würde, kennst du jemanden?

Also andersrum, du würdest für mich sofort in die Kategorie Gelassenheit nicht reingeschoben werden, sondern da bist du, da bist du gebucht, nicht geparkt, sondern gebucht.

Und deshalb muss ich so schmunzeln, dass du jetzt sagt Boah, echt fehlende Gelassenheit ist echt meine kleinste Stärke, weil echt so schlimm?

Och nein, was heißt so schlimm?

Ja, vielleicht denke ich einfach größer oder schlimmer.

Das ist aber nicht schlimm.

Ja, und damit ja, also ja, genau.

Also das kann ich auch sagen, ist auch bei der Autofahrt so.

Von daher ist es ja gut, dass ich nachhaltig fortschrittlich vorangehe und jetzt ein e Fahrzeug fahre, deswegen ich limitiert werde.

Ich denke einfach.

Genau, wir lassen es einfach mal so stehen.

Das wunderbar.

Also wenn mehr über Erika und Wissen zweitausendein nimmt einfach Kontakt mit ihr auf, über welches Medium auch immer und lässt sich die Geschichte hinter diesen wunderbaren Worten erzählen.

Eine steile these zum Thema wenn es um das Image Bauindustrie geht, egal wenn irgendwo was passiert ist und das hast du mir auch in unserem Vorgespräch bestätigt, ist es immer die Baustelle, die im Hintergrund ist und damit eigentlich impliziert, dass das der Kern, die Ursache allen Übels ist, weshalb jetzt was auch immer wie passiert ist und durch die Medien wunderbar ich bin jetzt mal noch frecher oder weiterhin frech ausgeschlachtet wird.

So steile these.

Ist das wirklich so?

Ja.

Warum?

An was machst du das fest?

Ich weiß nicht, also da werde ich ja leidenschaftlich weinen.

Jetzt erleben wir Erika in Leidenschaft.

Bitte?

Du hast genau zweitausendein schätzt beiseite.

Also das ist schon das auf unserem Stand mit anderen Unternehmen, mit dem Ausbildungszentrum der Bauindustrie stehen wir mit alteingesessenen Unternehmen in Hamm zusammen, um auch das Image der Bauindustrie zu fördern.

Aus irgendeinem Grund und ich kann gar nicht sagen warum, weil wir ein hochregulierter Bereich sind in der Bauindustrie, ist, wenn die Medien, gerade wenn man mal so in die Abendnachrichten reinguckt, es passiert irgendwas wieder in Deutschland.

Schwarzarbeit, Korruption und so weiter und so fort.

Es ist immer die Baustelle, die hinten im Bild gezeigt wird.

Ich frage mich eigentlich, warum ist den Medien das eigentlich überhaupt bewusst, was die damit anrichten?

Die fördern unseren Fachkräftemangel, indem sie ja immer wieder suggerieren, wenn was Böses passiert, ist es doch schon.

Ist das nicht schön?

Einfach euch einfach.

Nein, das darf natürlich nicht sein.

Das darf aber nicht sein.

Das ist halt schade, weil wir sind ja ganz viele ganz alteingesetzen Unternehmen, Familien geführt, die ja ganz viel auch bewirken und Gutes tun für die Menschen in Deutschland.

Und ich finde es einfach schade und es irritiert mich schon und ich würde es mir einfach wirklich wünschen, dass es nicht nur anders gesehen wird, sondern dass es auch anders gehandhabt würde.

Und vor allen Dingen das ehrbare Kaufmannstum wird damit ja auch.

Also damit könnt ihr wunderbar untergraben, weil ihr steht dafür gerade als Familienunternehmer und wunderbar, damit haben wir die steile these nicht nur wunderbar bespielt.

Abschließend, liebe Erika, hast du einen Wunsch, wenn es ums Wirtschaften der Zukunft geht, wenn es um Branche geht, wenn es um euer Unternehmen geht, ihr feiert das Jährige.

Am liebsten hätte ich jetzt noch gefragt, was ist in den 100 Jahren mal so richtig schief gelaufen?

Vielleicht nehme ich genau diese Frage jetzt, wo du sagst, Mensch, das war aber auch gut so, da musste mal was passieren, sonst würden wir heute gar nicht da stehen, wo wir sind.

Zwei Fragen.

Einmal, welchen Wunsch hast du, wenn wir in die Zukunft gucken?

Und zum anderen, was war so ein einschneidendes Erlebnis, wenn ich sage, in den 100 Jahren, da kannst du ja nur auf die letzten deiner Zeit mit zurückgreifen, aber vielleicht gibt es Geschichten, die überliefert werden, die du gerne uns, unseren Zuhörerinnen und Zuhörern, teilen würdest.

Wow, ja, auf die Frage hätte ich mich sicherlich vorbereiten müssen.

Wir haben jetzt gerade ganz viel Geschichte aufgearbeitet, war auch wirklich sehr, sehr interessant.

Jede Generation ist ja mit anderen wirtschaftlichen Herausforderungen und Kriegen auch konfrontiert worden.

Und jeder, der die Baubranche kennt, weiß, dass wir eine Amplitude arbeiten.

Es gibt immer hoch und es gibt Niedrigzahlen.

Und ich glaube, vielleicht muss ich es auch einfach allgemein halten.

Also jeder hat seine Niedrigzeit durchgemacht, aller Generation.

Und ich glaube, die Frage ist, wie gehst du an die Niedrigzeit heran, welche Energie kannst du daraus ziehen?

Wie kannst du deine Mitarbeiter motivieren, mit dir zusammen weiterzugehen, die dann letztendlich den Unterschied gebracht haben, dass es uns nach 100 Jahren geht und das auch immer noch sehr erfolgreich.

Und ich glaube, sicherlich ein Geheimnis davon ist es, dass wir für einen Bereich arbeiten, der halt auch zwingend benötigt wird draußen.

Eine Zukunftsbranche.

Ja, eine Zukunftsbranche auf jeden Fall, die natürlich auch, wie gesagt, den Herausforderungen dieser Nachhaltigkeitsthemen unterliegen.

Und das ist dann vielleicht so ein Wunsch schon von mir, der Bürokratismus, mit dem wir uns beschäftigen müssen in den Unternehmen, die zum Teil auch kleiner sind als wir.

Und wir haben schon unsere Herausforderungen jetzt.

Ich will nur Nachhaltigkeitsberichterstattung, Energieeffizienzgesetz, das Entwaldungsgesetz und sonstige Themen.

Alle, alles, die uns umtreiben, die Familienunternehmen, die wirklich, wie du ja gerade schon gesagt hast, die da wirklich hinter stehen, ja auch mit seinem eigenen Kapital und dem eigenen Risiko.

Ich weiß nicht, ob Deutschland sich, dass europäische Gesetze häufig noch ein i Tüpfelchen draufsetzen, um noch besser zu sein als allen.

Ich weiß nicht, ob wir gerade da auf dem richtigen Wege sind, uns selber einen Gefallen zu tun oder ob wir nicht eigentlich gerade dabei sind, uns abzuschaffen, wenn wir weiter in diese Richtung gehen.

Von daher der Wunsch, mehr Hoffentlichkeit, mehr.

Blick über den Tellerrand.

Ja, mehr nicht alles besser machen wollen als alle anderen auf dieser Welt.

Ich wünsche mir von der neuen Regierung, dass das kritisch wirklich beleuchtet wird.

Denn Fakt ist, wenn die Wirtschaft in Deutschland nicht funktioniert und der Mittelstand ist der Motor der deutschen Wirtschaft, dann schaffen wir Deutschland ab.

Und das ist relativ einfach.

Wow.

Und damit ist das ein traumhaftes Abschlusswort, auch wenn es ein sehr, sehr schwergewichtiges ist.

Aber eines und ich glaube, das, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, haben wir heute deutlich gemacht, mit ganz viel Menschlichkeit, Persönlichkeit von dir, Erika, nicht nur bespielt, sondern auch getragen und ja auch mit einem wunderbaren Fundament versehen wurde.

Danke dir ganz herzlich, dass du mir Rede und Antwort gestanden hast.

Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, wenn ihr Lust bekommen habt, einmal A nach Hamm zu kommen, also wir können sowohl die Wasserstraße, die Schiene als auch die die echte Straße sozusagen hier an diesem wunderbaren Kreuz bedienen, aber auch ganz tolle Menschen kennenlernen, dann nehmt gerne mit Erika Kontakt auf mit ihrem wunderbaren Unternehmen.

Aber vor allem bleibt neugierig und interessiert.

Wir freuen uns auf euch.

Dankeschön.

Ja, lieben Dank.

Britt hat Spaß gemacht.

Die heutige Folge ist zu Ende, in der es darum ging, Wirtschaften der Zukunft in der Bauindustrie.

Fachkräfte, kritische Größe von Unternehmen, Nachhaltigkeit, aber auch Klimaneutralität haben wir beleuchtet und vor allen Dingen und das hoffe ich, Lust darauf gemacht, sich Gedanken darüber zu machen, wie es auf, unter und neben der Schiene aussieht, wenn man selber über das Wirtschaften der Zukunft nicht nur nachdenkt, sondern auch handelt.

Bleibt neugierig und interessiert.

Wir freuen uns auf euch.

Es freut mich, dass ihr bis zum Ende dran geblieben seid.

Eine Bewertung und ein Abo des Podcasts ist natürlich meine Empfehlung.

Und hört beim nächsten Mal wieder ein es heiß Wirtschaften der Zukunft.

Ich freue mich auf euch, euch.

Über diesen Podcast

Der ehrbare Kaufmann und das Wirtschaften der Zukunft – sind das Konzepte, die sich miteinander vereinbaren lassen? Dieser Podcast sucht zusammen mit euch Antworten auf Fragen, wie diese. Denn in Zeiten, in denen wir so viel Veränderung erleben, ist der Austausch und der Blick auf verschiedene Perspektiven wichtiger denn je. Gastgeberin dieses Formats ist Britt Lorenzen, die euch herzlich Willkommen heißt. Ihr seid herzlich Willkommen, zuzuhören, aber auch, neue Perspektiven beizusteuern und damit Teil einer Folge zu werden. Ebenfalls herzlich Willkommen heißt Britt Lorenzen in jeder Folge einen Interview-Gast, oder auch mal eine Runde von CEOs und anderen Führungskräften. Dabei sprechen sie im Grunde genommen immer über die Herausforderung, wirtschaftlichen Fortschritt zu wagen in Vereinbarkeit mit sozialen Fragen, Nachhaltigkeit und der eigenen Gesundheit.
Dieser Podcast bietet euch Geschichten von Herausforderungen & Erfolgen, damit ihr davon inspiriert werdet und auch morgen noch mitreden könnt. Seid gespannt & hört rein!
Dieser Podcast ist eine Zusammenarbeit mit der Podcast Agentur an der Alster.

Zur Webseite:
https://wirtschaften-der-zukunft.de
Kontakt via E-Mail: info@wirtschaften-der-zukunft.de

von und mit Britt Lorenzen | Podcast Agentur an der Alster

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