Arena der Blickwinkel
Wirtschaften der Zukunft.
Dieser Podcast ist als Wegweiser für wirtschaftliche Themen zu sehen, die zukünftig entscheidend sind.
Mein Fokus liegt dabei auf den unterschiedlichsten Blickwinkeln mit den verschiedensten Gästen, die ich begrüßen darf.
Ich bin Bridge Lorenzen und heiße euch herzlich willkommen.
Seid mein Gast in der heutigen Folge.
Heute geht es um Bildung.
Welchen Einfluss nimmt Bildung auf das Wirtschaften der Zukunft?
Ich habe mit Harald Melching einen wunderbaren Gast heute an der Seite von der Bezirk Bezirksregierung in Münster.
Und lieber Harald Melching, warum ist Bildung Basis und Motor, wenn es um das Wirtschaften der Zukunft geht?
Ich halte es ganz kurz, weil ich mir keine Zukunft vorstellen kann, ohne dass Bildung nicht die Grundlagen gelegt hat durch z.B.
demokratie, durch Digitalisierung und damit eben auch meines Erachtens die elementaren Bestandteile unserer Gesellschaft und damit auch der Wirtschaft.
Und wie das gelingen kann, seid neugierig und gespannt und hört rein.
Wir freuen uns auf euch.
Und damit ein ganz herzliches Willkommen zu unserem aktuellen Podcast heute ÿousand.
Ja, geht es ums Wirtschaften der Zukunft.
Aber ich habe einen wunderbaren Gesprächspartner, nämlich den Harald Melching der Bezirksregierung in Münster.
Und wenn ihr jetzt denkt, um Gottes willen, was hat denn eine Bezirksregierung mit dem Wirtschaften der Zukunft zu tun?
Dann bleibt neugierig und gespannt, nämlich mehr als ihr denkt.
Ich habe Harald Melching in einem ganz wunderbaren Kontext kennengelernt.
Und zwar war das damals, so viel darf ich schon sagen, lieber Herr Melching, leider in der Pandemie ging es darum, die Digitalstrategie Schule NRW gemeinsam an allen fünf Standorten in Nordrhein Westfalen über die Bezirksregierung auszuräumen.
Kann man eigentlich ausrollen sagen?
Ja, also sie dürfen alles sagen, was sie möchten.
Ich bin ja nun mal gelernter Lehrer.
Ich werde schon verbessert ab dem Zeitpunkt, wenn ich das sogar angemessen habe.
Nein, natürlich können wir das an der Stelle gut sagen.
Das hört sich bei einer Strategie auch ganz gut an, wenn man sagt, somit.
Habt ihr die Stimme von Harald Melching schon mal gehört und er wird sich gleich natürlich auch vorstellen.
Und das war unheimlich spannend, weil wir haben so viele Facetten in diesem Rahmen angesprochen.
Zweitausendein und warum Bildung die Grundlage ist, um in der Zukunft gut wirtschaften zu können.
Ich glaube, das ist allen von uns und euch klar.
Bevor wir aber in medias res gehen, lieber Harald Melching, wer sind sie eigentlich?
Wenn ja, wie viele?
Stellen sie sich doch gerne unseren Hörerinnen und Hörern vor und freuen sie sich.
Ja, also erstmal fange ich dann damit an, dass ich mich freue.
Es ist für jemanden aus der Bezirksregierung ein Verwaltungsbeamten, ja, sozusagen, ja, ein sehr ungewohntes Format.
Also insofern spannend.
Ganz lieben Dank dafür, dass ich mitmachen darf und für diese Einleitung, in der ich ja annotiert wurde mit einem wunderbaren, wunderbarer Gesprächspartner.
Auch das passiert einfach.
Schleifen und Honigtöpfe.
Nein, auch das ist ja eher selten in unserem Kontext.
Und wer bin ich?
Ja, Harald Melching ist genannt gelernt und das habe ich ja eben auch schon gesagt, bin ich Lehrer.
Also richtig Sport, Bio, Deutsch mit Fächern.
Und sie sagten eben Bezirksregierung, das ist ja ein Konstrukt, das kennt man nicht unbedingt in allen Bundesländern.
Bezirksregierung ist quasi eine Untereinheit unseres Landes Nordrhein Westfalen, weil wir relativ groß sind, um nicht zu sagen, wir sind das bevölkerungsstärkste Bundesland.
Und deswegen bin ich tätig an einer Stelle, wo es um Koordination, um Organisation geht von Lehrkräftefortbildung und sperriger Titel Bildung in der digitalen Welt heißt also an dieser Stelle zuständig für Schulen, in diesem Falle dann der Bezirksregierung Münster, sind nochmal 800 Schulen circa Lehrkräfte und dort dann an einer Stelle tätig, um Fortbildung zu organisieren.
Wir befassen uns mit dem Kontext Digitalisierung und sie merken, wenn sie mich jetzt reden lassen, könnte es länger dauern, weil das ist natürlich ein unheimlich breites Feld.
Danke.
Nein, ist ein extrem breites Feld und deswegen freue ich mich auf unserem Podcast, weil wir glaube ich, an der einen oder anderen Stelle durch ihre Fragen, durch meine Antworten so ein bisschen dieses Themenfeld beleuchten und dadurch lerne ich auch wieder was.
Vielleicht das als letztes.
Ich bin Lehrer und freue mich immer auf durchgängiges Lernen.
Das zu meiner Person.
So, und was denn, da fange ich genau da an.
Was ist für sie durchgängiges Lernen?
Ist das lebenslanges Lernen?
Ja, das könnte ich jetzt mit einem einfachen Ja beantworten.
Das wäre zu einfach.
Genau, das passt.
Ist ja ein bisschen komplexer.
Ich glaube lebenslang, deswegen, das habe ich sicherlich als Schüler irgendwann mal anders gesehen, aber sind ja ein paar Tage ins Land gegangen und ich glaube, bei der kontinuierlichen Veränderung, die wir in unserer Gesellschaft, die wir durch Technik erfahren, Digitalität, Digitalisierung, sagte ich eben, ist es notwendig und das macht den Reiz meines Berufs ja auch aus, da durchgängig selber wieder dazu zu lernen.
Ansonsten, wenn ich mit dem Stand stehen geblieben werde, irgendwann mal mit Abitur 1984, wäre ich hier heute nicht mehr arbeitsfähig, wäre ich nicht gesellschaftsfähig, wäre ich nicht sprachfähig.
Ÿousand.
Und deswegen glaube ich, ist lebenslanges Lernen eine berechtigte Aussage an der Stelle und es macht insbesondere mein Tätigkeitsfeld aus.
Und das ist spannend, macht mich neugierig auf immer das, was neu kommt und gleichzeitig ist es eine Herausforderung, da immer noch standzuhalten.
Digitalisierung, Technik, Podcast, das hätte ich vor 40 Jahren beim Abitur ja nicht zuordnen können.
Also insofern lieben Dank auch für diese Lerngelegenheit.
Aber nun starten sie ja doch ein bisschen tief, wenn ich das sagen darf, weil liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, ich habe mit Harald Melching jemanden an meiner Seite gehabt, wie gesagt, einmal als wir die Digitalstrategie Schule NRW unter anderem in Münster ausgerollt haben, da ist so einiges, ich will nicht sagen schief gelaufen, aber wir sind so ein bisschen herausgefordert worden.
An dem Tag, wo ich auch bei ihnen im Hause war, ist zeitgleich auch noch der Ukraine Krieg ausgebrochen.
Also wir kennen uns, lieber Herr Märchen, schon seit über, ja, über drei Jahre ist das jetzt schon her.
Das ist Wahnsinn.
Und in ihnen habe ich einen Menschen und damit hört die Lobhudelei auch, ich will nicht sagen auf, aber damit gehen wir auch in medias res, habe ich jemanden kennengelernt, der, ja, ich will nicht sagen tacheles redet, aber der Stellung dazu bezieht vor allen Dingen, warum Bildung?
Ich meine, wir kriegen das von zu Hause immer mit, Bildung ist das höchste Gut, wenn du eine gute Ausbildung hast, dann steht dir die Welt offen.
Aber warum haben sie gesagt, gerade Bildung und Wirtschaft, das kann gar nicht unabhängig voneinander betrachtet werden.
Wie sehen sie das konkret?
Ja, in meiner eigentlichen Berufsbiographie bin ich ja eindeutig nicht der Wirtschaft zuzuordnen.
Und trotzdem glaube ich, ihr Podcast, die Überschrift heißt das Wirtschaften der Zukunft, ÿousand ohne Bildung haben wir diese Zukunft nicht.
Bedeutet, wenn wir es nicht schaffen, in Bildung unsere grundlegenden Werte und nicht zuletzt, sie sprachen gerade den Beginn des Ukraine Krieges an, wenn wir unsere Demokratie nicht als wert und das nicht zuletzt durch Bildung vermitteln, als wert anerkennen, Schülerinnen und Schülern, Kindern, Jugendlichen vermitteln, dass wir in einer Demokratie leben dürfen und können.
Und das alleine kann nur Bildung schaffen, das so zu vermitteln, sodass ich glaube, es gäbe keine Wirtschaft in der Zukunft, wenn wir nicht durch Bildung die Grundlagen dafür leben.
Deswegen wäre es zu kurz gesprungen zu sagen, ja, wir brauchen in der Industrie heutzutage gut ausgebildete Schülerinnen und Schüler, damit sie mit den entsprechenden Technik und Geräten.
Ich glaube, das ist deutlich globaler, also umfassender zu sehen, dass Bildung nicht alleine nur vorbereitet auf einen Beruf, Bildung bereitet auf Gesellschaft vor.
Bildung ist Teil der Gesellschaft.
Und jetzt müssen sie mich korrigieren, gäbe es eine Wirtschaft ohne Gesellschaft?
Wie gesagt, das ist ihr Themenfeld.
Ich bin nur der Lehrer.
Ja, aber nur der Lehrer.
Ich sag mal, im Berufsstand wird ja manchmal, jetzt bin ich einmal ganz kurz schwarz weiß frech und dann komme ich nämlich gerne wieder in das, wofür sie für mich stehen wird.
Ja, manchmal Mensch, denk doch mal über den Tellerrand, wie motiviert man?
Und sie sind ja gerade auch für den Bereich Lehrer fort, weiter Ausbildung mit zuständig in ihrem Dezernat.
Manchmal kriegt man ja so ein bisschen das Gefühl, boah, wir Eltern müssen ordentlichen Teil mittragen.
Auf der anderen Seite, seid ihr euch eigentlich eurer Rolle bewusst?
Sie sind jetzt für mich gerade leider der Vorzeigelehrer, so jemanden wie sie mensch, hätte man das doch in der eigenen Jugend oder Schulzeit gehabt, der motiviert ist, der weiterdenkt, der über den Tellerrand schaut.
Warum ist es so wichtig, den Blick über den Tellerrand zu warnen?
Weil manchmal bekommt man so auch das Gefühl, dass wir als Eltern, als Gesellschaft auch einen ordentlichen Beitrag dazu leisten müssen, dass Bildung gelingt.
Wie können sie Mut machen, Lust darauf machen, dass das eben nur gemeinsam funktioniert?
Ja, also ich glaube, wenn sie sagen, dass sie als Elternteil das Gefühl haben, da einen ordentlichen Beitrag zu leisten.
Ja, das Gefühl ist richtig.
Es wäre schade, wenn sie es nicht hätten, weil sie schlussendlich als Elternteil sich auch dafür entschieden haben, unsere Bevölkerung zu bereichern, indem sie Nachwuchs gezeugt haben.
Und dann zu sagen, Bildung ist aber nicht mein Thema als Elternteil.
Sie haben mich angekündigt mit tacheles reden.
Also wenn nicht auch Eltern, Erziehungsberechtigte in der Verpflichtung für Bildung wären, dann wäre ich an dieser Stelle falsch.
Nicht die Schule alleine, nicht das Bildungssystem.
Erklären sie mir, was das wäre ohne Eltern.
Sei verantwortlich für Bildung.
Also ohne Eltern, ohne Elternbeteiligung, auch ohne das Engagement von Erziehungsberechtigten, glaube ich, wird Schule alleine, Bildungsadministration alleine nicht Bildung leisten können.
Das ist ein gesamtverantwortliches.
Ob ich sie dadurch motiviere, das weiß ich nicht.
Ich sehe es als Pflicht an.
Aber gleichzeitig sehen sie an ihren Kindern ja, was gegebenenfalls passiert, wenn man eben nicht gemeinsam an diesem einen Strang sieht.
Und auch der Diskurs darüber, dass die Lehrerin, der Lehrer an dem Morgen vielleicht ein Schüler würde sagen, vielleicht doof oder ist das aus der Zeit gefallen?
Ich weiß es nicht.
Gehört ja auch dazu, sagt man noch.
Ja.
Da sehen sie allerdings eben, dass ich dann selber nicht mehr vor einer Klasse stehe.
Das ist so etwas, wo ich eben sage, ja, und damit bin ich bei dem, was sie so eingangs benannten, so von wegen Bildungsadministration.
Vielleicht sind wir manchmal etwas in unserem Elfenbeinturm hier unterwegs und verlieren die Nähe zum Platz.
Also das, was wirklich dann noch tagtäglich im Unterricht passiert, die Herausforderung der Kolleginnen und Kollegen, die Chancen, die Potenziale, die die Kolleginnen und Kollegen in der Zusammenarbeit mit Kindern, mit Jugendlichen haben, mit jungen Erwachsenen haben, das ist etwas, das habe ich hier nicht mehr in meinem Arbeitsbereich.
Und wie kann ich die motivieren?
Indem man sich anschaut, was aus diesen Kindern und Jugendlichen werden kann.
Nämlich Beispiel oder mich z.B.
wir sind auch irgendwann mal durch die Bildungsadministration gegangen.
Ich bin auch stehen geblieben.
Sie haben es verlassen.
Ja.
Waren sie jetzt nicht einmal frech?
Waren sie ein guter Lehrer?
Haben sie Rückmeldung bekommen von Ihren Schülerinnen und Schülern?
Heute wird man ja, ich will nicht sagen bewertet, aber heute darf man das ja tatsächlich sagen.
Mensch, der nicht.
Und manche Schulen lassen das tatsächlich zu, wie so eine Art 360 Grad Feedback in anders du kriegst Noten, aber du darfst auch die Rückmeldung geben, wo wir.
Es gibt ja ganz, ganz unterschiedliche, auch zukunftsfähige Schulformen oder Schulabläufe, wo man sich denkt, Mensch, der Lernraum der Zukunft, Wahnsinn.
Das hat nichts mehr mit dem klassischen Klassenraum und Schiefertafel zu tun, wie wir das kennengelernt haben.
Aber was waren sie für ein Lehrer früher?
Waren sie streng?
Ja, ich glaube, das schließt sich in sich nicht aus, was sie gerade formuliert haben.
Sie war ich ein guter Lehrer?
Die andere Frage, die mitschwang durch dieses Bewerten, bin ich ein beliebter Lehrer oder aber waren sie streng?
Also das unter einen Hut zu kriegen.
Zum einen glaube ich, dass ein konstruktives Feedback von Schülerinnen und Schülern, von Kindern und Jugendlichen durchaus zur Professionalisierung von Lehrkräften beiträgt.
Das heißt, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, zu bewerten und zu beurteilen, auch die Qualität der Leistung der Lehrerinnen und Lehrer.
Wenn ich das aber als befähigend formuliere, brauchen wir Kriterien.
Das ist nicht.
Damals gab es die Plattform Spick mich d.
Ich weiß noch nicht mal mehr, ob sowas noch aktuell ist.
Stimmt.
Oh, das weiß ich auch nicht genau.
Aber das ist ja eine Bauchevidenz.
Das hilft keinem, sage ich auch ganz ehrlich.
Und vor dem Hintergrund, wenn man Schülerinnen und Schülern die Arbeit von Lehrkräften transparent macht, Beurteilung transparent macht, das Arbeiten transparent macht, glaube ich auch, sind wir als Lehrkräfte gut beraten darüber, ein Feedback von Schülerinnen und Schülern einzuholen.
Aber genau eben kriterial daran nur alleine ich fand das doof bzw.
Nee, das hat mir nicht gefallen.
Also den Beliebtheitsgrad von Lehrkräften, glaube ich, kann man nicht zum Gradmesser nehmen, wie die Qualität der Arbeit ist.
Aber eine gut arbeitende Lehrkraft darf durchaus auch beliebt bei Schülerinnen und Schülern sein.
Das ist aber nachher auch nicht entscheidend.
Und dementsprechend darf der Lehrkraft auch streng sein.
Streng ist aber eine relative Größe.
Es muss transparent sein.
Nach welchen Kriterien ich was mache, nach welchen Kriterien ich wen wie beurteile.
Wenn das transparent ist, glaube ich, können Schüler und Schüler damit sehr gut umgehen.
Wenn man sagt, ja, da ist eine klare Linie, dann sind wir weg von diesem ja streng, sondern es ist eine Lehrkraft, der klar ist.
Und wenn sie mich jetzt zu Beginn gefragt haben, zu Beginn dieser Frage gefragt haben, waren sie ein beliebter Lehrer, waren sie ein strenger Lehrer, waren sie ein guter Lehrer, würde ich sagen, ich war ein guter Lehrer.
Punkt.
Eigentlich müssen wir jetzt mal so ein paar Schüler noch aus der Zeit als Gegenstimme reinkriegen.
Aber lieber Herr Märchen, könnten sie unsere Zuhörerinnen und Zuhörer noch mal ganz kurz abholen, welche Rolle spielt jetzt im Schulkontext eine Bezirksregierung?
Ich will nicht sagen, wann darf man sie ansprechen, aber wann erscheinen sie?
Weil manch einer denkt sich, oha, also wenn hier ordentlich was schief läuft, dann muss das auch irgendwann gemeldet werden.
Und sie sind sozusagen, ich will nicht sagen, die böse Behörde, der man sozusagen meldet, was nicht gut läuft.
Nee, im Gegenteil, sie halten ja ganz, ganz viel den Rücken auch frei.
Aber könnten sie uns ganz kurz abholen, was genau ist die Aufgabe einer Bezirksregierung?
Ich hole sie ab, indem ich sie eingrenze dahingehend, die Bezirksregierung ist deutlich mehr als nur die Schulabteilung der Bezirksregierung.
Sie fokussieren gerade auf die Schulabteilung, das ist auch richtig.
Ich sitze hier als Vertreter der Schulabteilung.
Eine Bezirksregierung ist an vielen anderen Stellen, Genehmigung von Windparks und so weiter tätig, bin ich komplett raus, weil es nicht meine Expertise ist.
Fokussieren wir also auf die Schulabteilung.
Wann ist da die Bezirksregierung als Schulabteilung für sie als Elternteilansprechpartner immer, aber in welcher, sagen wir mal, Flughöhe Ihrer Fragestellung, weil an der einen oder anderen Stelle würden wir jetzt z.B.
auch den Ball zurückspielen und wenden sie sich doch bitte erstmal an die Klassenlehrerin, wenden sie sich an die Lehrkraft, gehen sie über die Schulleitung.
Also jetzt mal überspitzt formuliert, ihre Beschwerde, vielleicht auch mal eine positive Rückmeldung direkt an die Ministerin zu richten, ist vielleicht nicht der ideale Weg, um für ihre Kinder, für die Lernsituation in der Schule eine Veränderung zu schaffen.
Wann kommt die Bezirksregierung ins Spiel?
Bezirksregierungsschulabteilung?
Das fängt mit der Personalbesetzung an.
Jegliche Form von Personalentscheidung läuft mit über die Bezirksregierung.
Also wie viele Lehrkräfte, mit welchen Fächern und so weiter.
Das läuft über die Beziehungsform, alle Schulformen unterbrochen.
Also eine Berufsschule genauso, um gleich auch den Bogen wieder zur Wirtschaft zurückzukriegen, genauso wie eine Grundschule, also von Grundschule bis Gymnasium hoch, aber auch Berufsschulen oder genauso.
Allerdings in unterschiedlichen Organisationseinheiten.
Es ist nicht eins zu eins alles direkt bei uns angesiedelt.
Es gibt auch noch die Schulämter, z.B.
für die Grundschulen, für die Hauptschulen, für die Förderschulen.
Da ist also eine Zwischenorganisation.
Wir beschreiben hier aber sehr spezifisch jetzt NRW.
Jemand, der jetzt aus Niedersachsen zuhört, wird dem wahrscheinlich wenig abgewinnen können, weil die Konstrukte in jedem Bundesland dort ein bisschen anders sind.
Das macht es für die Bundesrepublik nicht einfacher.
Der Bildungsföderalismus an der Stelle ist auch für uns teilweise, glaube ich, schwierig zu erklären.
Das ist vielleicht so ein bisschen das, was sie ausdrücken, dieses Befremden einer Bezirksregierung über ist dieses etwas komplexe Konstrukt, was so dahinter steht.
Wie gesagt, von der Schulform Grundschule über die Förderschule, Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Sekundarschule, Gesamtschule, Primusschule, Berufskolleg.
Und es gibt sicherlich auch noch Schulversuchsformen, die ich jetzt nicht benannt habe.
Daran merkt man alleine schon, wie breit das Spektrum dessen ist, was durch uns begleitet, betreut und jetzt will ich das Wort noch mal betonen, unterstützt wird.
Also wir Bezirksregierungen sind in einer gewissen Form auch eine Dienstleisterin für die Arbeit in den Schulen.
Das ist vielleicht nicht unbedingt immer das Erste, was einfach Bezirksregierung einfällt.
Das ist aber durchaus ein Selbstverständnis, ein Mindset, sagt man ja heute von uns.
Und das klingt prima, aber damit sind wir ja auch mit dem Podcast wollen wir auch so ein bisschen, ich will nicht sagen Aufklärung leisten, aber mir geht jetzt gerade eine ganz andere Frage noch durch den Kopf.
Kann ich als Vertreter eines Unternehmens, klein, mittelständisch, aber auch größeren Unternehmens auch mit ihnen ins Gespräch kommen und mensch, wenn es darum geht, für Ausbildungsberufe, ich will nicht sagen die Lehrer, deshalb fragte ich gerade so konkret auch nach Berufskollegs oder Berufsschulen, nach, ich will nicht sagen zu beeinflussen, aber zu erklären, Mensch, also unsere Berufsbilder entwickeln sich auch weiter, also die Unterrichtseinheiten oder die Unterrichtstiefen, Inhaltstiefen müssen auch weiterentwickelt werden, also Zukunft gedacht werden.
Darf man da auch an sie rankommen oder welcher Weg wäre das?
Weil manch einer, ich will nicht sagen verzweifelt manchmal, aber sagt, Mensch, warum können wir nicht einen engeren Austausch zwischen Bildung und Wirtschaft im Konkreten auf den Weg bringen?
Oder gibt es das schon zweitausendeinousand?
Also zum einen gibt es das natürlich schon.
Wir haben gerade insbesondere aktuell viele Firmen, die an uns herantreten im Kontext KI, künstliche Intelligenz.
Es ist immer so ein bisschen zu unterscheiden.
Ihre Betonung gerade war eine gemeinsam etwas entwickeln und die andere Seite ist, uns etwas verkaufen zu wollen.
Und dazwischen liegt so die Wahrheit.
Also an uns heranzutreten, um uns das Produkt der jeweiligen Firma nahezubringen und wenn es auch sich im schulischen Kontext widerspiegelt, ist vielleicht nicht der ideale Weg, weil wir jetzt hier nicht diejenigen sind, die für ein Bundesland wie NRW eine Entscheidung darüber treffen, welche Software jetzt flächendeckend eingesetzt werden könnte oder sollte.
Abgesehen davon, das ist ohnehin eine Entscheidung, da würde ich auch ein Fragezeichen dran setzen, ob das Sinn macht, darüber hinaus in einen Kontext einzutreten, bei dem man gegenseitig im Austausch die, sagen wir mal, sie sind jetzt schon noch wieder bei der verkürzten Fragestellung, was braucht nachher der Berufsmarkt, um da zu sagen, wie müsste der Unterricht abzustimmen.
Das halte ich für sehr sinnvoll.
Auch das passiert.
Das passiert insbesondere mit Startup Unternehmen, gerade im KI Bereich, die auch mit uns gemeinsam ihre Dienste entwickeln, um sie nachher am Markt auch platzieren zu können, ohne Frage.
Aber nichtsdestotrotz, dann wissen wir, sie ist mit unserer Expertise, also in dieser Ko Konstruktion, ist so ein schönes Wort jetzt hier bei uns im Bildungskontext, wie heißt das?
Ko Konstruktion?
Ja, Co Konstruktion, das machen wir nicht alleine nur mit der Wirtschaft.
Spannend ist für uns ja auch die Zusammenarbeit mit den Universitäten.
Ja, das ist so durchaus eine Denkrichtung, die finde ich persönlich sehr sympathisch, weil wir ansonsten immer so ein bisschen polarisieren, ja, die Wissenschaft und die Praxis, wir sind die Praxis und die Uni ist die Wissenschaft.
Wenn man das so getrennt voneinander sieht, dann wird es natürlich schwierig, wissenschaftliche Erkenntnisse in der Praxis ja leben zu lassen.
Und andererseits, wenn die Wissenschaft uns als Forschungsgegenstand sieht, ist das jetzt auch nicht unbedingt für uns bereichernd.
Aber wenn man zusammenkommt in einer Ko Konstruktion oder in einer gemeinsamen Arbeit, um eben Unterrichtsqualität auch weiterzuentwickeln, um Fortbildungsqualität zu entwickeln, ich glaube, das kann ein Schlüssel zur Tragfähigkeit für zukunftsorientierte Bildung sein.
Das heißt, wenn ich eine Idee hätte als Unternehmer, darf ich auf sie, auf Kollegen von ihnen aus anderen, also wir sind jetzt ja hier mit Dortmund an Arnsberg angegliedert, aber wir dürften auf sie zukommen und sagen, Mensch, ich will nicht sagen, wir haben eine Idee, aber können wir mit euch konkret einmal, ja, das Wort Querdenken ist anders besetzt, aber die Idee einbringen und schauen, wo wir gemeinsam an einem Strang, weil ich sage mal, sie sind ja als Bezirksregierung schon ein Schlachtschiff, auf das man hört.
Also ich habe ja eben gesagt, wir verstehen uns durchaus als Dienstleisterin, als Dienstleister.
An der Stelle wäre es ja fatal, wenn ich jetzt sage, nein, gleichzeitig will ich jetzt, ich möchte keine Erwartungshaltung wecken, dass man jetzt hier mit uns direkt ins Geschäft kommen kann, im wahrsten Sinne des Wortes.
Aber ich glaube, das, was ich eben versucht habe zu vermitteln, uns als critical friend zu sehen, würde uns durchaus freuen, wenn wir mit an Bord sind, wenn es in Richtung Entwicklung, Unterstützung oder eben auch Produkten geht, wo wir das Gefühl haben, ja, die sind mit uns gemeinsam zumindest mitgedacht worden, ohne dass wir nachher selber Abnehmer sein, Abnehmerin sein müssten, sondern eben durchaus zu sagen, das ist ein Produkt, was sich am Markt unseres Erachtens nachher gut einsetzen lässt.
Jetzt muss ich natürlich auch ein bisschen aufpassen, im Sinne der Wirtschaftsneutralität, der wir auch unterliegen, können wir jetzt nicht einzelne Unternehmen protegieren, aber im Sinne von entsprechenden Kooperationen lässt sich sowas durchaus darstellen, wenn wir eben auch eine wirtschaftliche Neutralität und so weiter, damit, die müssen sie sich.
Ja auch bewahren, sonst heißt es ja nachher, sie greifen Wettbewerbsverzerrungen in den Markt ein, um Gottes willen.
Und das ist ja eine, sie haben es gerade so schön gesagt, wenn man uns kritisch dazu hört, dass es ja konstruktiv kritisch ist, bei ihnen sammeln sich ja ganz viele Ideen oder auch Ÿousand, auch durch die Rückmeldung aus den Schulen, Themen, die ja, also sie sind so, ich will nicht sagen so ein Melting Pot, aber im positiven Sinne so ein Hub, wo man einfach sie als Multiplikator auf der einen Seite, als Bande, als ja, nutz uns doch einfach, inwiefern wir mit einer ganz anderen Brille oder Blickwinkel so eine Arena der Blickwinkel zu bespielen, weil sie als Bezirksregierung dann ja nachher, wie gesagt, eine ganz andere Schlagkraft haben, solche Themen nachher auch nicht nur auszurollen, sondern auch auf den Weg zu bringen.
Und da kommt für mich jetzt gleich so das nächste Thema, zu dem wir uns vor ein paar Wochen auch in Essen getroffen haben, im Rahmen eines wunderbaren Projektes.
Und zwar ging es da um die Lernräume der Zukunft.
Können sie unsere Zuhörerinnen und Zuhörer da ganz kurz abholen, warum ist es so wichtig, dass wenn wir Bildung der Zukunft, Wirtschaften der Zukunft, darüber sprechen oder sehen, warum sind Lernräume so wichtig?
Jetzt kann man auf der einen Seite sagen, naja, wenn man sich wohlfühlt, lernt sich das einfach viel, viel einfacher.
Aber warum ist das ein Thema, das ihnen nicht nur persönlich, sondern auch als Bezirksregierung am Herzen liegt?
Ich glaube, alleine wie sie Die Frage anmoderieren, Lernraum und Schule assoziiert man immer noch mit rechteckigen Räumlichkeiten in reingestellten Stühlen und Tischen und Tür zu.
Jein.
Ihre Schulzeit ist ja wahrscheinlich noch nicht ganz so lange her wie meine.
Ich glaube, inzwischen finden wir schon ab und zu noch mal eine geöffnete Tür vor.
Aber nichtsdestotrotz, die Lernräume, in dem Sinne Räumlichkeiten der Schule, sind vielleicht immer noch aus der Zeit, wie wir sie auch kennengelernt haben.
Modernere Schulbauer Zweitausendein sind sicherlich anders gedacht, aber Lernraum verstehe ich eben nicht als die Räumlichkeit, in der wir in der Schule gemeinsam zusammenkommen.
Lernräume ist definitiv ein deutlich anders zu denkendes Wort vor dem Hintergrund Lernraum muss nicht dieser Raum in der Schule sein.
Mein gemeinsames Lernzeitgleich kann an völlig unterschiedlichen Orten stattfinden.
Wir haben Möglichkeiten durch VR, also VR Brillen und so weiter, Räume in unsere Schulen zu holen.
Wir haben Möglichkeiten, das ist auch so ein schönes wir können das ja hervorragend DTR, Didaktik Technikraum.
Also Abkürzungen lieben wir.
Und wir haben auch die Gabe, sie immer so zu formulieren, dass man außerhalb unseres Hauses man uns kaum noch versteht.
Also Didaktik Technik Raum als Lernraumverstand, also den Raum und das eben nicht nur die Räumlichkeit, nicht nur den Ort als Partner des Lernens zu sehen.
Wenn wir mit der gesamten Klasse mit VR Brillen im Kolosseum in Rom unterwegs sind, weiterhin aber irgendwo hier im Münsterland oder im Westfalenbereich sitzen, vielleicht jeder zu Hause, sind wir trotzdem gemeinsam in einer Umgebung unterwegs, die es uns ermöglicht, ganz andere Lernerfahrung zu schaffen.
Und das hat nichts mehr mit diesem Raum, dem rechteckigen, in reingestellten Stühlen in der Schule zu tun.
Das als Vision, das ist noch nicht überall Realität, das lässt sich auch technisch noch nicht überall zu eins zu eins abbilden, aber wir sind auf dem Weg dahin und dann lernen, glaube ich, auch einen anderen Zungenschlag.
Ja, ich muss jetzt in die Schule.
Nein, ich darf in einen Lernraum eintreten und dafür muss ich vielleicht sogar mein Zimmer zu Hause oder die eigentliche Möglichkeit, wo ich mich gerade aufhalte, gar nicht verlassen.
Zweitausendein.
Also das wirklich einfach offen zu denken, ich habe jetzt nicht das klare Bild, das ist der Lernraum der Zukunft.
Das darf, glaube ich, auch gar nicht, weil das würde ja auch die eigene Kreativität oder die eigene Gestaltung, ich möchte nicht sagen hemmen, weil sie mir dann vorgeben, was ich zu tun und zu lassen habe.
Aber das hat ja auch so ein bisschen was, ich glaube, mit Schulentwicklung selber zu tun, wo sie ja auch als Bezirksregierung beratend zur Seite stehen.
Können sie uns da ganz kurz abholen?
Wie dürfen wir uns das vorstellen?
Darf ich als Schule auf sie zukommen und sagen, könnt ihr mir mal eben helfen, mich zu entwickeln?
Das ist jetzt gerade sehr schwarz weiß und plump gesagt, aber warum ist es so wichtig, dass auch Schulen über den Tellerrand gucken und nicht nur sich entwickeln lassen, sondern sich selber weiterentwickeln?
Markus warum ist das plump gesagt, was sie gerade formuliert haben?
Genau das doch.
Schulen können an uns herantreten.
Wir haben dafür professionell ausgebildete Lehrkräfte, die in einer Nebentätigkeit von uns beauftragt sind als Schulentwicklungsberaterinnen und Berater.
Alle meine schulaufsichtlichen Kolleginnen und Kollegen sind dazu da, Schulen in ihren Entwicklungsprozessen zu unterstützen.
Aber, und jetzt kommt das aber an der Stelle, das ist eine Prozessbegleitung.
Das bedeutet, eine Schule kann nicht erwarten zu ich gebe quasi die Entwicklung meiner Schule in die Hände eines Schulentwicklungsberatenden und die machen das für dich.
Die Schulentwicklungsberatenden, wie auch meine schulaufsichtlichen Kollegen und Kolleginnen werden die Schule begleiten in einem Prozess, dass die Schule sich selbst ihren Weg sucht, selbst eine Vision entwickelt und nicht eine Vision von außen an der Stelle übernimmt, weil ich habe ja die Schulentwicklung an jemand abgegeben.
So funktioniert es nicht.
Also so kann es auch nicht funktionieren, weil dann schlussendlich die Schule selber, die Schulgemeinschaft, das sind ja nicht alleine die Schulleitungen, die Lehrkräfte, das sind ja auch die Eltern, die Schülerinnen und Schüler insbesondere, die machen ja immer noch mal die Hauptmaße und sind meines Erachtens auch der Fokus des Ganzen, was wir hier veranstalten.
Schon doch.
Ich bin zwar Verwaltungsbeamter, glaube aber immer noch daran, dass wir für Schülerinnen und Schüler arbeiten.
Bedeutet eben, natürlich unterstützen wir, deswegen gibt es die Schulentwicklungsberaterinnen, deswegen gibt es uns an vielen Stellen.
Aber es bleibt in der Verantwortlichkeit der Schule, die Unterstützung zu nutzen und selber daraus einen Weg zu finden, bei dem man sich immer wieder mit uns reflektieren.
Aber das muss ja auch.
Also ich sage immer, wenn mir jemand sagt, Mensch, das Patentrezept geht so und so, dann sage ich immer automatisch, dann misstraue ich dir oder dieser Person oder empfehle diesen Menschen zu misstrauen, weil das gibt es nicht.
Das Patentrezept, was an einer Schule wunderbar funktioniert oder in einem Unternehmen, das heißt noch lange nicht, dass man es adaptieren kann.
Und dieses selber entwickeln ist ja das Wichtige, um dahinter nachher auch zu stehen.
Das ist jede Werteentwicklung.
Ich mag das Wort Leitbild nicht so gerne, aber da steckt ja mehr oder weniger auch mit drin, mit allen zusammen diesen Weg zu gehen.
Ja, also sie sprachen ja eben davon, dass sie mir charmant ins Wort gefallen sind, deswegen habe ich sie jetzt ausreden lassen, sonst hätte ich an der Stelle, wo sie sagten, Patentre Rezept schon gesagt, ja, aber das Kochrezept, das fertige ist ja einfacher, statt selber kreativ zu backen.
Also natürlich kann ich verstehen, dass eine Lehrkraft für ihre eigene Unterrichtsgestaltung gerne dann an einer Stelle auf ein fertiges Package zugreift und sagen wir mal so, die Grundlagen dazu, die, wenn wir in diesem Bild bleiben, die Zutaten dazu, die können wir durchaus liefern.
Aber das dann adressatengerecht quasi zusammenzustellen, damit es an dieser Schule in der Situation vor dem Hintergrund der Rahmenbedingungen und wenn es die WLAN Ausleuchtung sein sollte, dazu bedarf es dann immer noch neben des Beikochs, des Chefskoch, der Chefköchin an der Schule, sagen wir mal, derjenigen, die als Assistenzköche dabei sind, das könnten wir sein.
Aber die Verantwortlichkeit an der Stelle für den Unterricht, für die Schulentwicklung liegt bei Schulleitungen und liegt bei der einzelnen Lehrkraft.
Also Bezirksregierung, ganz klar ein Teammitglied, wenn es darum geht, Schulentwicklung voranzutreiben, aber auch mit Blick, dass man die Wissenschaft, die Wirtschaft genauso mit an dem Tisch hat, weil wie gesagt, die Jugend, die nachkommt, sind die Auszubildenden, die nachher in den Unternehmen ihren Weg oder Platz finden und nachher nicht nur die Fach und Führungskraft stellen, sondern sie haben gerade die Start up Szene angesprochen, in alle Facetten, in alle Ecken ja ihren Start finden kann oder ihre Zukunft.
Wenn ich nur eins vielleicht noch mal betonen darf an der Stelle, es ist jetzt sehr stark auch von ihnen noch mal fokussiert, der unterstützende, der Dienstleistungscharakter hervorgehoben wird.
Der Name Schulaufsicht beinhaltet aber auch Aufsicht und dazu stehe ich auch.
Wir sind durchaus auch dafür da, gewisse Leitplanken aufzuzeigen und auch für deren Einhaltung zu sorgen.
Das heißt also, neben der Unterstützung, und die will ich damit nicht kleinreden, ich sehe das Ganze im Sinne von Controlling durchaus eben auch von unserer Seite durch Zahlen, Daten, Fakten die Unterstützung zu liefern, aber dann auch einzufordern, dass man im Rahmen dieser Gegebenheiten als Schule auch leisten muss.
Markus und damit ja auch Schutz bieten für Möglichkeiten, wenn man, ich will nicht sagen, ausbrechen möchte oder einem etwas wiederfährt, wo man ja an seine eigenen Grenzen kommt, sind sie genauso da.
Genau.
Aber wie gesagt, es gehört eben zur Aufsicht gehört ja nicht alleine nur in Anführungsstrichen Draufsicht und gucken, was der andere falsch macht.
Aufsicht heißt auch, gemeinsam darauf zu achten, dass es Leitplanken gibt, diese vielleicht auch gemeinsam zu entwickeln, aber auch dann für deren Einhaltung und deren Umsetzung dann eben auch Sorge zu tragen.
Wunderbar.
Lieber Herr Melching, leider mit Blick auf die Zeit, aber was wir ja machen wollen, ist mit diesem Podcast nicht nur Neugierde, Schaffen, sondern Lust darauf zu machen, dass man mit ihnen, mit Ihren Kolleginnen an den jeweiligen Standorten auch ins Gespräch kommt, wenn man sagt, Mensch, habe ich so vorher noch nicht gewusst, würde ich jetzt gerne mal ausprobieren, mal gucken, welche Rückmeldung wir bekommen.
Haben wir zwei Stilelemente in diesem Podcast, die sie als Persönlichkeit noch mal genauer sozusagen uns reflektiert werden und auf der anderen Seite das Haus, das sie vertreten.
Und jetzt wird es persönlich die Frage nach der kleinsten Stärke.
Ich habe das jetzt noch mal genutzt, selber darüber nachzudenken an der Stelle.
Ich würde es jetzt mal benennen als die kleinste Stärke ist Geduld.
Und jetzt seht ihr mich hier alle grinsen, weil jeder sagt, meine kleinste Stärke ist Ungeduld.
Warum ist Geduld Ihre kleinste Stärke?
Ja, deswegen habe ich ja die Chance der Vorrede genutzt, um selber darüber nachzudenken, was sie hier sagen.
Vor dem Hintergrund, sie haben ja an der einen oder anderen Stelle vielleicht eben auch gehört, dass ich durchaus versuche, innovativ zu wirken, Innovation zu unterstützen.
Gleichzeitig bin, ich betone das mal, einmal Verwaltungsbeamter geworden, von Lehrer über Konrektor, Schulleiter und so weiter.
Verwaltungsbeamter und Verwaltungsbeamte haben natürlich auch, sagen wir mal, Regularien ihres eigenen Systems.
Ich sagte eben, Schulaufsicht achtet auf Einhaltung der Leitplanken und auch bei uns achtet man auf Einhaltung von Leitplanken.
Leitplanken sind, das sind jetzt so Schlagworte, die hören sie im Bildungssystem durchaus öfter.
Z.B.
die Einhaltung der Datenschutzgrundverordnung bedeutet das eine oder andere, was ich gerne schneller vorantreiben würde, hieße wir haben und die sind alle für sich berechtigt, ob es die Mitbestimmung ist, ob es die Datenschutzgrundverordnung sind und so weiter.
Die haben alle ihre Berechtigung, aber dieses gesamte Räderwerk ist dadurch teilweise sehr langsam.
Wenn ich sage kleinste Stärke, natürlich ist Geduld an der Stelle die kleinste Stärke.
Deswegen, weil es nicht meine größte Stärke ist, damit leben zu müssen, dass manches eben die Zeit braucht, die es auch braucht.
Und deswegen sagte ich eben, kleinste Stärke ist die Geduld.
Ich habe sie lernen müssen und halte sie auch an der Stelle für gerechtfertigt.
Nichtsdestotrotz dürfte ich mir an der einen oder anderen Stelle auch wünschen, dass manches schneller geht.
Aber ich habe dazugelernt, mache das seit 10 Jahren in dieser Funktion.
Das eben, was ich vielleicht als Lehrkraft unterschätzt habe, was ich auch als Schulleiter manchmal gedacht habe, das könnte aber jetzt auch mal warum kommt diese n und so weiter?
Das bedarf seiner Zeit.
Damit ist es dann auch häufig gut durchdacht, wirkt aber für Außenstehende natürlich extrem träge, weil eben so viele Komponenten und Facetten mitzudenken sind.
Eine steile these zum Thema.
Sie haben mir das im Vorfeld so wunderbar, ich will nicht sagen, in die diktiert, aber die Behörde ist besser als ihr Ruf.
Und damit haben sie gerade sozusagen schon angesetzt.
Manchmal sind die Mühlen auf der einen Seite ja etwas langsamer, aber warum ist die Behörde und gerade die der Bezirksregierung, vielleicht auch gerne konkret die der münsteraner Bezirksregierung, besser als ihr Ruf?
Ist das so schlecht?
Ich weiß nicht ganz genau, wie der Ruf überall ist, aber wenn ich mich im privaten Bereich bewege, du bist in der Bezirksregierung, ist das nicht immer gleich mit Jubelschreien unterlegt und vor allen Dingen dann noch ein Duousand, ist das jetzt Phishing for Compliments in dem Sinne, sie wirken nicht als erstes wie ein Verwaltungsbeamter, wie ein Behördenmitarbeiter.
Wir sehen uns, während wir diese Aufnahme machen, sehen würdet, oder auch im wahren Leben in Münster oder wo auch immer über den Weg läuft.
Nee, würde ich jetzt nicht sagen.
Auch da ist wieder die Frage, wie stellt man sich den denn vor?
Beschlippt, bekoffert und grauhaarig mit Schneuzer?
Nein, in der Damenvariante sind wir dann alle im Kostüm und Dutt.
Ich weiß es nicht.
Also jetzt habe ich ihnen das Wort genommen, die Behörde ist besser als ihr.
Ruf war, weil zum einen diese von ihnen gerade charakterisierten Personen so nicht mehr aussehen.
Das wäre eine Außenwirkung.
Ist das so?
Das ist so, ja.
Und gleichzeitig, als sie eben sagten, gerne am Beispiel der Bezirkstheorie Münster, das würde ich gar nicht tun wollen, weil ich glaube, die Bezirksregierung, fünf an der Zahl, die wir im Land NRW haben, sind da alle ähnlich geartet.
Wir arbeiten teilweise unterschiedlich, weil wir auch unterschiedliche Rahmenbedingungen haben.
Sicherlich ist in der Bezirksregierung Detmold, die arbeiten da etwas andere, weil die Flächenregierung da anders organisiert sein muss als eine Bezirksregierung Düsseldorf mit den Großstädten oder wie auch als Bezirksjung Münster mit Gelsenkirchen und diesem westfälischen Bereich.
Also sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen.
Aber die Arbeit, glaube ich, ist bei allen Bezirksregierungen, und ich fokussiere jetzt immer auf die Schulabteilung, behaupte aber, das ist bei den anderen Abteilungen, die wir haben, ähnlich, dass wir das, was ich eben zu Beginn sagte, schon auch leben, Dienstleistung zu bringen.
Und nach außen wirkt es dann, wie eben benannt, manchmal etwas träge.
Das wirft man einer Bezirksregierung dann vielleicht vor.
Nichtsdestotrotz heißt das, wir zweitausendein nehmen diese Arbeit an der Stelle ernst, weil wir die verschiedenen Facetten miteinander abgleichen.
Und das Produkt, was dann dabei rauskommt, ist gut durchdacht, gut erarbeitet es wäre keinem geholfen, wenn wir per Schnellschuss und nachher womöglich vergessen haben, die Datenschutzgrundverordnung zu berücksichtigen.
Und dann, glaube ich, erzeugen wir Chaos.
Und so ist es so.
Dann ist es organisiert manchmal etwas langsamer, als man sich außenstehend wünschte.
Deswegen behaupte ich, die Arbeit ist besser als ihr Ruf.
Der Ruf, ich kenne ihn nicht so gut, aber wie gesagt, sie haben ja auch so mit dieser etwas ironisierenden Formel angefangen.
Und damit merken sie ja auch, was wir vorhaben, wenn wir diesen wunderbaren Podcast ausstrahlen, Lust darauf zu machen, auf die Menschen, die dahinter stecken.
Daher, lieber Herr Melching, erstmal ganz, ganz herzlichen Dank, dass sie mir hier Rede und Antwort gestatten haben.
Wir sind natürlich nur an der Oberfläche dessen gewesen, welchen Einfluss eine, ja, ich nenne das jetzt einfach mal Behörde wie die ihrige, aber auch das Thema Bildung auf das Wirtschaften der Zukunft einfluss nehmen kann.
Abschließend würde ich ihnen die Frage stellen, welchen Wunsch haben sie, wenn, wenn es ums Wirtschaften der Zukunft geht, den sie gerne mit uns hier im Podcast teilen möchten?
Gibt es etwas, wo sie sagen, das.
Liegt mir echt am Herzen, das könnte jetzt pathetisch wirken?
Ja, ich glaube, eine der größten Herausforderungen im Moment ist für uns wirklich, die Demokratie zu schützen, zu wahren.
Und wir als, sagen wir mal, für die Bildungsseite stehend, Demokratieerziehung und das Hand in Hand mit der Wirtschaft, das hilft uns wenig, wenn wir an der einen Seite, sprich schulisch, versuchen, Schülerinnen und Schüler Mitbestimmung zu ermöglichen, wenn sie dann später im Berufsleben vielleicht was anderes erlebten.
Das ist jetzt natürlich despektierlich, weil man mir jetzt vorwerfen kann, sie stehen ja gar nicht in der Firma.
Ja, das ist richtig.
Ich habe nichtsdestotrotz durchaus auch, sagen wir mal, Rückmeldungen, dass das, was in Schule vielleicht versucht wird anzubahnen, nicht unbedingt in jedem Betrieb nachher in der Ausbildung sich widerspiegelt.
Ist vielleicht auch an der einen oder anderen Stelle auch nicht so angesagt, nachher noch auszudiskutieren, was der Meister, die Meisterin an der Stelle von dem Lehrling, von der Auszubildenden wünscht.
Nichtsdestotrotz, wenn wir das so alle ein bisschen mitnehmen, in unserem täglichen Tun und Handeln verantwortlich zu sein.
Und wenn ich darf, ich sage dir, das könnte pathetisch werden, würde ich gerne ein Zitat an der Stelle sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt von Mahatma Gandhi.
Wenn wir das so für uns mitnehmen.
Ja, wow, was sollen Lehrer auch anderes bringen als schlaue Sprüche?
Nein, aber wie gesagt, ich glaube, wenn man das so ein bisschen für sich zum Credo bringt, das täglich selber zu leben, was wir uns als Veränderung für diese Welt wünschen, dann sind wir einen guten Schritt weiter.
Und dann würde ich gar nicht unterscheiden zwischen das ist Schule, das ist Ausbildung, das ist Uni, das ist Nachrichten.
Nein, lieber Herr Melching, ganz, ganz herzlichen Dank fürs Rede und Antwort stehen in diesem Podcast zum Wirtschaften der Zukunft.
Wenn ihr Fragen, Ideen oder Themen habt, wo ihr sagt, Mensch, jetzt gehe ich mal auf die Bezirksregierung meiner Stadt zu oder auf die Behörde, dann macht das einfach.
Und solltet ihr an eure Grenzen kommen, lieber Herr Märchen, darf man sie ansprechen?
Und ich weiß, sie sind in dem Moment nicht der richtige Ansprechpartner, aber würden gemeinsam nach einem Kollegen, einer Kollegin schauen, die weiterhelfen könnte.
Und das ist jetzt eine Fangfrage.
Auch da kann ich ja nicht mit.
Nein, natürlich.
Nein, das meine ich ernst.
Also wir kriegen ja auch skurrile Anrufe rein, wo ganz andere Abteilungen unseres Hauses gesucht werden.
Ob das Anerkennung von im Ausland erworbenen Examina im Bereich Ärzte sind.
Auch das landet bei uns als Anfrage.
Ja, ich werde es nicht ad hoc beantworten können, aber wir werden eine Lösung finden.
Melden sie sich gerne.
Cool.
Und damit ist es das wunderbare Abschlusswort.
Lieber Märchen, danke ihnen.
Euch einen wunderbaren Podcast Ausgang hier.
Und wenn ihr neugierig und interessiert bleibt, dann empfehlt diesen Podcast sehr gerne weiter.
Ihr findet ihn auf allen Streamingdiensten.
Wir freuen uns auf euch.
Die heutige Folge ist zu Ende, in der es darum ging, Wirtschaften der Zukunft mit Harald Melching der Bezirksregierung in Münster.
Wir haben nicht nur darauf geschaut, welche Rolle Demokratie, künstliche Intelligenz, aber auch konfliktrechtige Genehmigungsverfahren spielen, wenn es um das Wirtschaften der Zukunft geht.
Lieber Harald Melching, welches Thema liegt ihnen abschließend auf jeden Fall noch am Herzen?
Ich nenne die Unterstützung der Schulentwicklung, die in der Medienberatung bis hin Lernräume, war ja Stichwort der Schulbauberatung.
Und damit haben sie uns vielleicht in dieser Kürze der Zeit kennengelernt.
Und wer mehr wissen will und neugierig geblieben ist, der geht einfach auf seine Behörde an den jeweiligen Standorten zu.
Ganz herzlichen Dank, dass ihr uns zugehört habt.
Bleibt neugierig und interessiert.
Wir freuen uns auf euch auf allen Streamingdiensten, die ihr kennt.
Auf ganz bald.
Es freut mich, dass ihr bis zum Ende dran geblieben seid.
Eine Bewertung und ein Abo des Podcast ist natürlich meine Empfehlung.
Und hört beim nächsten Mal wieder ein.
Es heißt Wirtschaften der Zukunft.
Ich freue mich auf euch.